Jessica Jochum

- Schülerin am Saarheimer Friedrich-Wilhelm-Gymnasium -

jochum.gif (26417 Byte)Jessica - auf diesem Bild 12 Jahre alt - ist der ganze Stolz ihrer Eltern, des Diplompsychologen Joschka und der Sozialpädagogin Monika Jochum, mit denen sie in Alt-Saarheim in der Bachstraße wohnt. Für Jessica ist das sehr praktisch, hat sie es doch nicht weit bis zur Schule.

Jessica will einmal Schauspielerin werden oder Balletttänzerin oder Model wie Claudia Schiffer. Das liegt auch nahe, ist sie doch das hübscheste Mädchen in ihrer Klasse. Wie eine richtige Prinzessin ist sie deshalb auch immer mit einem Hofstaat weniger hübscher bester Freundinnen umgeben, mit welchen sie - während der Pause oder während des Unterrichts - immer einen Grund zum Kichern findet. Manchmal gibt es aber auch Krach, nämlich dann, wenn eine beste Freundin zu dem Hofstaat der schärfsten Konkurrentin Jessicas in ihrer Klasse - Julia Mayer - wechselt, was immer wieder mal vorkommt (umgekehrt natürlich auch). Dann sprechen die Mädchen wochenlang kein Wort mehr miteinander. Aber früher oder später werden dann doch wieder die Poesiealben ausgetauscht, in die mit wunderschöner Schrift - meistens mit i-Punkten in Herzchen-Form - schöne Gedichte über schöne Menschen geschrieben werden.

Jessica liebt auch Pferde über alles und hat bereits fast alle Enid-Blyton-Bücher über Dolly, Hannie und Nannie und natürlich die Fünf Freunde gelesen. Ihr Lieblingsfilm ist natürlich "Titanic" mit Leonardo di Caprio, den sie total süüüß fand. Das Video hat sie zu Weihnachten geschenkt bekommen. Außerdem liebt sie Mozart und Vivaldi.

Jessica hat dienstags nachmittags Ballettunterricht, mittwochs nachmittags Querflötenunterricht in der Saarheimer Musikschule und donnerstags nachmittags Reitunterricht. Da ist natürlich klar, dass sie keine Zeit dafür hat, am schulischen Handarbeitsunterricht teilzunehmen. Und die neue Rechtschreibung kann sie so natürlich auch nicht lernen.

Ihre Mutter bewundert einerseits die vielfältigen Aktivitäten Jessicas, doch sieht sie andererseits mit etwas Besorgnis auch eine gewisse Konsumorientiertheit ihrer Tochter. Nicht zuletzt deshalb versucht sie zu verhindern, dass Jessica zu viele Geschenke erhält.


Zeichnung: Satish Sule

© Klaus Grupp (Universität des Saarlandes) und

Ulrich Stelkens (Deutsche Hochschule für Verwaltungswissenschaften Speyer)