Aufbauhilfe für die Prüfung der Rechtmäßigkeit von Gefahrenabwehrverfügungen

(Stand der Bearbeitung: 17. Januar 2003)

 

Kommt es nach dem Sachverhalt auf die Rechtmäßigkeit einer Gefahrenabwehrverfügung/Polizeiverfügung an, kann in der Prüfung zumeist wie folgt vorgegangen werden, wobei hier - wie sonst - in der schriftlichen Ausarbeitung nur die Probleme näher zu behandeln sind, zu deren Prüfung der Sachverhalt Anlass gibt. Allgemein zur Prüfung der Rechtmäßigkeit eines Verwaltungsakts siehe diesen Hinweis.

I. Ermächtigungsgrundlage

II. Formelle Rechtmäßigkeit

III. Materielle Rechtmäßigkeit

1. Tatbestandsvoraussetzungen

insbesondere:

- aufgrund einer Spezialvorschrift,

- aufgrund einer Vorschrift über Standardmaßnahmen,

- als Störer (§ 4 oder § 5 SPolG),

- als Nichtstörer (§ 6 SPolG).

2. Ermessensausübung

§ 3 SPolG i.V.m. § 40 SVwVfG

- Auswahl unter mehreren Mitteln

- Auswahl unter mehreren Polizeipflichtigen

3. Übermaßverbot 

Als gesetzliche Grenze des Ermessens i.S.d. § 40 Alt. 2 SVwVfG: § 2 SPolG (siehe hierzu auch diesen Hinweis).


polizeimuetze.gif (660 Byte)Teilnehmer des Polizeirechtsrundgangs: Nach Studium hier lang!


© Klaus Grupp, (Universität des Saarlandes) und Ulrich Stelkens (Deutsche Hochschule für Verwaltungswissenschaften Speyer)