Oskar Obenauf

- Oberbürgermeister der Stadt Saarheim -

Oskar Obenauf wurde am 6. Oktober 1947 in Saarheim als Sohn eines Markscheiders geboren. Von 1966 bis 1974 studierte er Volkswirtschaftslehre an den Universitäten Köln und Saarbrücken und trat anschließend in den Dienst eines bekannten Saarheimer Handelsunternehmens. Zu dieser Zeit lernte er auch seine spätere Frau Amalie kennen, mit der er drei Kinder - Oliver, Amanda und Robert - hat.

Schon früh erwachte Obenaufs Interesse an Kommunalpolitik. 1972 wurde er in den Gemeinderat der damals noch selbständigen Gemeinde Sulzweiler, 1974 in den Stadtrat der neugebildeten Stadt Saarheim gewählt. Seine damalige Stadtratsarbeit stand ganz unter dem Motto der Vereinigung der vier Ortsteile Saarheims.

1982 wurde Obenauf zum hauptamtlichen Ersten Beigeordneten, zum Bürgermeister der Stadt Saarheim gewählt. 1991 trat er die Nachfolge des am 3. März 1991 verstorbenen Erich Schultheiß an, der seit 1956 als Bürgermeister St. Louis und ab 1974 als Oberbürgermeister unangefochten das neugegliederte Saarheim regiert hatte. Neue Bürgermeisterin der Stadt Saarheim wurde Dr. Edith Crémant.

In Anerkennung der außergewöhnlichen Verdienste Erich Schultheiß´ war es eine der ersten Amtshandlungen Obenaufs, dem Stadtrat die Umbenennung eines der größten Plätze Saarheims von "Alter-Zoll-Platz" in "Erich-Schultheiß-Platz" vorzuschlagen. Dieser Beschluss wurde einstimmig angenommen und ist nicht zuletzt der Grund, weswegen Obenauf sich großer Beliebtheit bei den Saarheimern erfreut - und nach Einführung der Direktwahl des Bürgermeisters auch nicht mehr um seine Wiederwahl fürchten muss, obwohl er inzwischen keiner politischen Partei mehr angehört, da er nur der Sache dienen will: Saarheim für die Herausforderungen der Globalisierung und eines vereinten Europas fit zu machen. Insofern stört ihn besonders, dass das saarländische Ministerium für Inneres und Sport bisher nicht bereit war, Saarheim den Status einer Mittelstadt zu verleihen und ihr die Befugnisse der Unteren Bauaufsichtsbehörde zu übertragen, obwohl die Stadt die Voraussetzungen hierfür erfüllt. Dies sei ein klarer Verstoß gegen das Prinzip des schlanken Staates.

Obenaufs Wahlspruch lautet: "Ich kenne keine Parteien mehr, ich kenne nur noch Saarheimer!". Die hierin zum Ausdruck kommende stete Sorge Obenaufs um das Wohl der Saarheimer führt allerdings dazu, dass ihn manchmal des Nachts Albträume quälen, in denen die Zukunft Saarheims - und des Saarlandes - alles andere als rosig aussieht.


Zeichnung: Satish Sule

© Klaus Grupp (Universität des Saarlandes) und

Ulrich Stelkens (Deutsche Hochschule für Verwaltungswissenschaften Speyer)